Für die Umwelt eines Realzeitsystems gilt, dass sie Ereignisse (events) erzeugen kann. Im einfachsten Fall ist dies eine Menge von periodischen Ereignissen. Im folgenden Beispiel -vgl. Bild 7.8- wird angenommen, dass drei periodische Ereignisse
vorliegen. Jedes einzelne periodische Ereignis
wird durch die Eingangsgrößen
(Zeit des ersten Auftretens),
(wievieltes Auftreten; beginnt bei 1) und
(Identifikator für das Ereignis) beschrieben. Alle Ereignisse sind in der Umwelt relativ zu einer Weltzeit
mit einer Schrittgröße
.
Will man die Veränderung von Parametern -wie z.B. der Weltzeit
- zum nächsten Zeitpunkt übergeben, muß der zu tradierende Parameter sowohl als Input- wie auch als Outputparameter auftreten. Eine Simulation mit drei periodischen Ereignissen mit den Perioden {3,4,5} und dem Hyperzyklus H=60 erzeugt folgendes Diagramm (vgl. NBild 7.9):
Will man wissen, wie die innere Struktur dieses Blocks aussieht, also die Systemfunktion
, dann muß man auf diesen Blok klicken und man sieht anhand des Schaubildes 7.10 3 weitere Blöcke, die jeweils ein periodisches Ereignis modellieren. Will man verstehen, wie die Sysemfunktion
eines Ereignis-Blocks aussieht, muß man diesen wiederum anklicken 7.11, solange, bis man alle Fragen nach der Struktur beantwortet hat. So findet man in 7.12 die Ausführung einer einzelnen Aktion und in 7.13 die Nichtausführung einer Aktion.
Hat man auf diese Weise eine Struktur erstellt, die den Anforderungen entspricht, dann kann man das Verhalten dieser Struktur im Rahmen einer Simulation überprüfen. Schaubild 7.14 zeigt die Eingabe von Werten für die Inputparameter (z.B. J=1, da das erste Auftreten bei 1 beginnt, Phi=0, da das Ereignis zum Weltzeitpunkt 0 beginnt, usw.). Es folgen dann die 7.15 Simulationsparameter (z.B. 13 Runden bei KGV=12), dann die Auswahl der gewünschten Ausgabeparameter 7.16 (z.B. die drei verschiedenen Ereignisse EVENT, EVENT2, EVENT3, jedes Ereignis mit einer eigenen X-Achse und als Werte an der X-Achse die Werte der Weltzeit) und schliesslich der Simulationsgraph
.
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Gerd Doeben-Henisch 2009-12-09