OKSIMO Modell

Figure 7.5: Oberfläche des OKSIMO Modellierers: IN-Bereich, Veränderungsvorschrift f, und OUT-Bereich
\includegraphics[width=4.5in]{oksimo_clck_IN_IS_f_OUT.eps}

Die im allgemeinen Teil angesprochene allgemeine Struktur, dass ein Simulator eine Systembeschreibung als Input bekommt, und diesen dann als Output ausgibt, findet sich direkt in einem OKSIMO Modell wieder. Das Schaubild 7.5 verdeutlicht dies mit dem einfachen System einer Uhr (CLCK):


$\displaystyle CLCK(x)$ $\textstyle gdw$ $\displaystyle x = \langle CLCK, INCR, add \rangle$ (7.19)
$\displaystyle add$ $\textstyle :$ $\displaystyle CLCK \times INCR \longmapsto CLCK$ (7.20)
$\displaystyle IN$ $\textstyle =$ $\displaystyle \{CLCK, INCR\}$ (7.21)
$\displaystyle OUT$ $\textstyle =$ $\displaystyle CLCK$ (7.22)
$\displaystyle IS$ $\textstyle =$ $\displaystyle \emptyset$ (7.23)
$\displaystyle f$ $\textstyle =$ $\displaystyle add$ (7.24)

Das, was die Oberfläche der OKSIMO-Software zeigt, das ist eine visuelle Struktur, die sich mathematisch z.B. so beschreiben läßt, wie es die Formel 7.20 ausdrückt. Intern übersetzt die OKSIMO-Software die visuelle Struktur in eine formale Sprache genannt FCL := Factor Connector Language, die wiederum weiter übersetzt wird in die formale Sprache FSL := Formal Systems Language, die dann von dem OKSIMO-Simulator interpretiert wird.

Aus Sicht der Simulationstheorie bekommt der Simulator das komplette Modell als Beschreibung: die IN- und die OUT-Daten und dazu die Veränderungsvorschrift f. Der Simulator interpretiert die Veränderungsvorschrift f -hier der Connector (die Funktion, das System) add()- und wendet sie auf die IN-Daten -hier die Faktoren (Parameter, Variablen) CLCK, INCR- an. Das Ergebnis schreibt der Simulator in die OUT-Daten -hier der Faktor (Parameter, Variable) CLCK-. Dadurch, dass ein Name sowohl als IN-Name auftritt wie auch als OUT-Name bedeutet dies in OKSIMO, dass die OUT-Werte beim nächsten Zeitpunkt als IN-Daten übernommen werden. Dadurch entsteht eine Abfolge, eine Sequenz von Zuständen, die einen Simulationslauf markieren.

In der aktuellen Version 0.8.3 des OKSIMO-Editors kann man sich den Simulationsoutput auf mindestens dreierlei Weise direkt anzeigen lassen:



Subsections
Gerd Doeben-Henisch 2009-12-09