Engineering Kontext

Ausgangspunkt für die Überlegungen zur Erstellung einer Simulation ist der Engineering Kontext für ein Realzeitsystem (vgl. Schaubild 7.1).

Figure 7.1: Engineering Kontext für Realzeitsysteme
\includegraphics[width=4.0in]{engineering-context-rts.eps}

Ausgehend von einer Problemstellung werden die die notwendigen Anforderungen ermittelt, die u.a. die Festlegung der notwendigen Schnittstellen zwischen Anwender, System und Umwelt beinhalten. Auf der Basis des so definierten erwarteten Verhaltens wird dann eine mögliche und hinreichende Systemfunktion modelliert, anschliessend implementiert, dann relativ zu den fixierten Anforderungen getestet (validiert).

Für einen Modellierungs- und Simulationsansatz bietet es sich an, das Modell der Systemfunktion zu modellieren und zu simulieren. Um das Systemmodell aber gut testen zu können, ist es oft notwendig, ebenso auch das gewünschte Verhalten -sprich: die intendierte Umgebung- mit zu modellieren.

In modernen Softwareengineerings Werkzeugen (wie z.B. MatLab) kann man zusätzlich auch noch formale Spezifikation und Verifikation durchführen sowie in bestimmtem Umfang auch eine automatisierte Implementierung und eine sogenannte Hardware-In-the-Loop Testung: man testet eine konkrete hardware mit Hilfe des Simulationsmodells. Bei dem open source Werkzeug OKSIMO ist dies noch nicht möglich. Die stärker der OKSIMO Software liegt in ihrer Einfachheit, leichten Vernetzbarkeit und ihrer breiten Einsetzbarkeit.

Gerd Doeben-Henisch 2009-12-09