Verbraucher contra Produzent

Erweiterung des 2-Personenspiel Szenarios.

Die Population der Produzenten P besteht aus $n-vielen$ Einheiten $P_{i}$. Jede Einheit hat ein Startkapital $K_{P_{i}}$. In jeder Spielrunde muss ein Produzent folgende Entscheidungen fällen:

  1. In welche Produktart $A_{i}$ soll wieviel Kapital investiert werden, um damit eine Menge $Mg(A_{i})$ zu produzieren.
  2. Zu welchem Preis $G(A_{i})$ soll eine Einheit des Produktes $A_{i}$ angeboten werden.

Nach der Spielrunde wird abgerechnet: Einnahmen aus Verkäufen gelangen zum Kapital und unverkaufte Ware wird ausgemustert. Erreicht das Kapital den Wert $K_{P_{i}} \le 0$ dann verschwindet der Produzent vom Markt.

Die Population der Verbraucher $V$ besitzt $n-vielen$ Teilmengen $V_{i}$. Jede Teilmenge hat eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern $\mid V_{i}\mid = N_{i}$. Pro Kopf gibt es einen minimalen Bedarf an Waren der Art $A_{i}$, damit die Population erhalten bleibt. Zugleich steht jeder Teilpopulation ein bestimmtes Kapital $K_{V_{i}}$ zur Verfügung. In jeder Spielrunde muss eine Verbraucherteilpopulation folgende Entscheidungen fällen:

  1. Von welcher Produktart $A_{i}$ soll welche Menge $Mg(A_{i})$ gekauft werden, um damit einen Bedarf $Bed(A_{i})$ zu befriedigen.

Nach der Spielrunde wird abgerechnet: Käufe werden vom Kapital abgerechnet und die gekauften Mengen werden mit dem Gesamtbedarf verrechnet. Wird der Bedarf nicht gedeckt, dann verringert sich die Population um einen bestimmten Betrag. Erreicht eine Teil-Population den Wert $\mid V \mid \le 0$ dann ist die Teilpopulation ausgestorben.

Verringert sich die Verbraucherpopulation verringert sich auch die Basis für die Produzenten.

Gerd Doeben-Henisch 2009-12-09