Wenn man nicht nur einige wenige Agenten betrachtet, sondern eine ganze Population von n-vielen Agenten, dann kann es interessant sein, ob und wie sich bestimmte Strategien in der Population 'fortpflanzen'. Zu diesem Zweck nimmt man an, dass sich jedem Agenten eine bestimmte Strategie zuordnen lässt. Alle Agenten mit der gleichen -oder einer 'hinreichend ähnlichen'- Strategie bilden dann eine Äquivalenzklasse, die eine Teilmenge der Gesamtpopulation ausmacht. Auf diese Weise hat jede strategieindizierte Äquivalenzklasse einen bestimmten Prozentsatz an der Gesamtbevölkerung. Ferner wird angenommen, dass man der Anwendung einer Strategie ST in einer bestimmten Situation einen Feedbackwert F zuordnen kann, der sich entweder als Kosten- oder als Gewinnwert interpretieren läßt. Auf der Basis solcher Gewinnwerte pro Zyklus -oder evtl. auch über mehrere Zyklen gestreckt- kann man dann die Zusammensetzunmg der Population dahingehend ändern, dass Agenten mit weniger erfolgreichen Strategien durch solche mit erfolgreichen Strategien ausgetauscht werden. Um das zu frühe Aussterben bestimmter Strategietypen zu verhindern, wird meistens eine Basismenge von Strategierepräsentanten angenommen, die quasi unsterblich sind. Auf diese Weise können Strategien, die für gewisse Perioden wenig erfolgreich waren, u.U. zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich die Situation -z.B. durch begrenzte Ressourcen- ändert, von neuem an Gewicht gewinnen.
Muss weiter ausgearbeitet werden...
Gerd Doeben-Henisch 2009-12-09