Um den Begriff des Agenten einzuführen, führen wir zunächst den Begriffs des (Input-Output-)Systems ein. Unter einem System S wird eine abgrenzbare Einheit in einer Umgebung U verstanden. Jedes System S kann Inputelemente I und Outputelemente O haben mit
und
. Ein System ist dann eine Kombination aus Input, Output und einem Identifier, mit
gilt dann:
Als Beispiel kann das Populationsmodell von Bild 5.22 dienen. Hier erscheint ein Block genannt
der die Eingänge
und
hat. Hier ist
der Identifier,
sind die Inputelemente, und
ist das Outputelement. Die Systemfunktion f ist nicht direkt zu sehen; dazu muss man das System
anklicken (siehe Bild 5.23). Dann sieht man ein Netzwerk von Systemen, die zusammengenommen die Systemfunktion bilden. Sie lautete:
Die Beziehungen zwischen verschiedenen Systemen wird über die Aktions-Relation ACT dargestellt:
Das intuitive Verständnis eines Agenten ist meistens, dass es sich um ein System handelt, das selbständig agieren kann. Da eine präzise und zugleich allgemeine Definition nahezu unmöglich ist, unterlassen wir solch eine Definition hier und sprechen im Folgenden über unterschiedliche Beispiele von Systemen, die mehr oder weniger dem Begriff des Agenten nahekommen. Ferner ist zu bemerken, dass der Begriff des Agenten in der Spieltheorie und im Bereich der Informatik nur bedingt vergleichbar ist.